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Geschichtlicher Hintergrund
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Der 2. Kreuzzug 1147–1149
Die Siege der Kreuzritter im 1. Kreuzzug hatten die islamische Seite weiter geschwächt, wodurch die Kreuzfahrer ihre Herschaftsgebiete zunächst ungestört ausbauen konnten. Aber bald kam es unter den Kreuzfahrerstaaten zu Streitigkeiten und Rivalitäten. Sie schwächten sich sowohl gegenseitig als auch in der Gesamtheit, während sich die Muslime zu einem Gegenangriff sammelten.

1144 eroberten die Seldschuken Edessa, der Kreuzfahrerstaat, der nach dem 1. Kreuzzug als erstes gegründet wurde und so auch als erster wieder unterging. Diese Eroberung schreckte den Westen auf und Abt Bernhard von Clairvaux rief 1145 zum 2. Kreuzzug auf. König Ludwig VII. von Frankreich, der Stauferkönig Konrad III. und Roger II. von Sizilien folgten diesem Aufruf und machten sich im Frühsommer 1147 mit ihren Heeren Richtung Jerusalem auf. Konrads Truppen wurden bereits bei Dorylaeum in Anatolien von den Seldschuken geschlagen, und ein Großteil der Soldaten und Pilger kehrte um. Von den französischen Truppen erreichte 1148 ebenfalls nur ein kleiner Teil das Heilige Land. Zusammen mit König Balduin III. von Jerusalem entschlossen sich Ludwig und Konrad im Juli zu einem Angriff auf Damaskus, der aber bald auf Grund von unzureichenen Vorbereitungen abgebrochen werden musste. So kehrten beide im Frühjahr 1149 nach Europa zurück.

Parallel zum 2. Kreuzzug unternahmen die norddeutschen Fürsten, allen voran die Sachsen, unter der Führung Heinrichs des Löwen, einen von Papst Eugen III. ebenfalls als Kreuzzug gebilligten Kriegszug gegen die heidnischen Wenden, der nur bedingt erfolgreich war; er entband aber die Norddeutschen von der Teilnahme am Kreuzzug ins Heilige Land und trug so mit zur Schwäche der Kreuzzugsheere bei. Ein 'Nebenergebnis' des 2. Kreuzzugs war 1147 die Eroberung der Stadt Lissabon durch König Alfons I. von Portugal von den Mauren.

Der Fehlschlag des 2. Kreuzzuges gab den muslimischen Fürsten weiteren Auftrieb. 1171 hatte Saladin Ägypten unter seine Herrschaft gebracht, anschließend Syrien, und hatte danach seinen Einflussbereich bis nach Mosul und Aleppo ausgedehnt. Im Mai 1187 fiel er im Königreich Jerusalem ein, besiegte im Juli die Europäer bei Hattin, nahm die meisten Festungen der Kreuzritter im Königreich Jerusalem ein, im Oktober 1187 schließlich auch Jerusalem. Als letzte große Festung blieb den Kreuzrittern nur noch Tyrus. Die Niederlage bei Hattin und der Fall Jerusalems waren ein Schock für das christliche Abendland.

Quelle: http://www.heiligenlexikon.de/Glossar/Kreuzzug.htm


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