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Geschichtlicher Hintergrund
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Der 5. Kreuzzug
Zu einem relativ friedlichen Unternehmen wird der fünfte Kreuzzug (1228/29), mit dem es Kaiser Friedrich II. ohne militärische Auseinandersetzungen gelingt, die christlichen Pilgerstätten zurückgewinnen, wenn auch nur für einem Zeitraum von 15 Jahren. Dabei sah es gar nicht danach aus. Der erneute Kreuzzug war sehr eng mit der Vormachtstellung in Italien verbunden. Da der Kaiser Friedrich II seine Macht in Italien stärkt, fühlte sich das Papsttum bedroht. Der Papst Honorius möchte seine Macht durch einen Kreuzzug vergrößern. Im Vertrag von San Germano erklärt sich Friedrich bereit im August 1227 zum Kreuzzug aufzubrechen, wenn nicht drohte ihm eine hohe Geldstrafe sowie Kirchenbann.

1225 erwirbt Kaiser Friedrich II durch eine Heirat mit Yolanthe von Brienne, der legitimen Erbin des Königreichs Jerusalem, den Königstitel. Als das Kreuzheer aufbricht, erkrankt Friedrich an Malaria und geht von Bord, um sich auszukurieren. Papst Gregor IX, der Nachfolger von Honorius, hält die Krankheit für einen Vorwand und exkommuniziert den Kaiser ohne Zögern. Jetzt wurde Jerusalem zu einer Spielfigur im Machtkampf. Der Papst untersagt Friedrich, die Kreuzfahrt ohne Absolution anzutreten. Die Kirche hatte Jerusalem verklärt, ein Kaiser, der es erobern würde, hätte seinen Anspruch auf die Weltherrschaft damit gerechtfertigt. Friedrich will das ausnützen und folgt 1228 seinem Heer nach Akkon und erhält deshalb vom Papst einen zweiten Bannfluch.

In Akkon wird der Kaiser begeistert empfangen, aber die Templer, die Johanniter, der Patriarch, und der Klerus verweigern dem Kaiser jede Unterstützung. So hat er nicht genügend Streitkräfte um Jerusalem militärisch einzunehmen. Doch 1229 gelingt es Friedrich II, obwohl ihm, durch die Exkommunikation, die nötige Unterstützung fehlt, durch Verhandlungen mit dem Innergeschwächten al-Kamil Jerusalem, Jaffa, Nazareth, Bethlehem und ein Teil Galiläas dem Königreich Jerusalem wieder anzugliedern.

Obwohl Friedrich Jerusalem nach jahrzehntelangem Kampf zurückerobert hatte brach der Klerus nicht in Jubel aus. Im Gegenteil, inzwischen rücken päpstliche Truppen gegen Friedrichs Gebiete in Süditalien vor, was ihn zur Rückkehr zwingt. Nachdem er die Eindringlinge wieder verjagt hat und von der Bevölkerung als Befreier Jerusalems verherrlicht wird, sieht sich der Papst im Mai 1230 gezwungen, den Bann aufzuheben.


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